"THE SEPARATION LOOP" 2015 | FILM

"THE SEPARATION LOOP" 2015 / FILM BY Leyla Rodriguez

Super 8 | HD | mini dv | 03:56 min. | color | stereo
production countries: china, germany ,norway, peru, spain, sweden and turkey

The separation loop: the phrase is neither the only odd thing, nor the only paradox of the film.
It is emblematic, since the film overcomes our ways of being, to see, the status of objects and living
creatures. It shapes its territory bringing closer landscapes of different spaces or continents, Background?
Argentina. An island, big, then islets, a high mountain country and a close-up on a stone,
streams and the sea, very close, first over flown then faded in.
Planes and shooting axesdiverge - as the camera moves back or comes closer,approaching precisely
or moving away - from this invention of an earth where to live without more precision.
This union of diverse regions concerns animalsas well: a lama on a mountainous terrain
before a close-up on its moving ears, reindeers running through the steppe, sheep, close,
then far, on the rocks. All fitting in this geography, they mingle in the landscape,
but a Przewalski horse with its dense mane, its back covered with a tablecloth instead of a saddle,
becomes leitmotiv and rapid scansion, as well as a strange character: a young woman,
seen once already, emerging from a pile of fabrics to unfurl the strange flag of this non-country,
of all the countries. The city and its artifacts are being visited, jumping from one to the other
without a logical route, if not the one of this being: walls, workshops with fabric dyeing machines,
rolls of fabrics protected with plastic or not and a circular slick that keeps coming back. Besides, the color
spreads into the grey streets on heaps of tangled yarns, pillows in letter shapes to rewrite the tag „Dreams“,
pieces of fabric lying on the floor… and round tablecloths, except, on the last wall, for a rectangular one,
but with the same patterns, and that’s where the journey ends up. Moreover, the movement becomes
more complex as the circle - the circle of the film - takes possession of the movement as well as of the patterns.
A pianistic attitude accentuates the rise to the lights, the one reflected by concentric circles, the one of a
huge chandelier under which waves pour in semi-circles, the one of a roundabout… the flicker makes the horse
jolt as well as the woman who left the mountain after having strode it, always wearing the same suit - a floral
pajamas without a hole for the head. She’s hiding under the rolls in the workshops or moving forward, backward
to a tall building. No further explanation than being specific. The tablecloth, which she never takes off,
is like a huge sombrero, with or without holes for the eyes or with two strange plastic tubes. They become
her extravagant skin, whatever her attitudes, the places, the circumstances in the workshop, in the mountain,
indoors like outdoors. Under the apparently lucky madness, the impulse of the journeys… alone,
she doesn’t meet the others, alone, she spins.

The Separation Loop, die Dauerschleife der Trennung bzw.des Abgetrenntseins – diese Formel ist weder der einzige
Ausdruck von Fremdheit noch das einzige Paradox des Films; sie steht geradezu emblematisch dafür,
denn der Film stellt die Arten des Seins, des Sehens, der Gesetze von Gegenständen und Lebewesen auf den Kopf.
Er bereitet sein Territorium, indem er sich den verschiedenen Landschaftssphären nähert, die man sich als Kontinente
denken kann, die so vielfältig sind wie Argentinien: eine Insel, groß, dann kleine Inseln, eine
Hochgebirgslandschaft und eine große Ebene mit Kieselsteinen, Bäche und das nahe gelegene Meer, überflogen bis zu einem
Tiefengrund im Weißen. Montage und Achse der Filmaufnahme weichen beim Ein- oder Aus-Zoomen voneinander ab,
bei der präzisen Nah- wie der Fernaufnahme … von dieser Erfindung der Erde oder Art zu leben oder weiteren
Präzisierungen.Diese Einheit unterschiedlicher Gegensätze betrifft auch die Welt der Tiere: Ein Lama auf einem Gebirgsabsatz,
seine Ohren bewegend, Rentiere, die über die Steppe laufen, Schafe weiter weg in den Felsen. Alles dies ordnet sich in
die Landschaft ein, aber ein Pony mit zotteligem Haar, den Rücken bedeckt mit einem Tischtuch statt eines Sattels,
wird Leitmotiv ebenso wie eine befremdliche Figur, eine flüchtig eingeblendete junge Frau, die in mehrere Schichten
bunter Stoffe eingehüllt auftaucht, und so eine fremdartige Flagge dieses Un-Lands und Doch–Lands entfaltet.
Die Stadt und ihre Artefakte werden mit gleicher Sprunghaftigkeit vom einen zum anderen aufgesucht - ohne Logik eines Weges,
außer der, die jenem Wesen zu eigen ist: Mauern, Werkstätten mit einer Maschine zum Färben von Stoffen,
Stoffrollen oder ein Tritt aus Plastik sowie ein kreisrundes Tischtuch mit sich wiederholenden Motiven. Zusätzlich wird noch
Farbe in Form verworrener Knäuel in den grauen Straßen verbreitet, in Buchstabenkissen, um damit den tag „Dream“ zu schreiben,
sowie durch auf dem Boden ausgebreitete Stoffe … genauso wie durch runde Tischtücher, mit Ausnahme eines rechteckigen
Tuchs auf der letzten Mauer, jedoch mit den gleichen Dessins, um schließlich die Rundfahrt zu vollenden. Andererseits wird die
Bewegung auch dadurch noch komplexer, dass die Kreisbewegung – die im Titel des Films ja bereits
angedeutet ist – sich sowohl der Bewegung selbst als auch ihrer Motive bemächtigt. Eine pianistisch angehauchte Stimmung
skandiert den Anstieg hin zu den Lichtern, widergespiegelt durch konzentrische Kreise, durch einen riesigen Kronleuchter,
unter dem Flöße in Kreisbögen treiben, durch eine Manege…Der Flicker provoziert die Reflexbewegung des Pferdes,
das auf seinem Platz verharrt ist sowie der Frau, die das Gebirge wieder verlassen hat, nachdem sie es in der immer
gleichen Kombination durchmessen hat – Blümchenpyjama, ohne Öffnung über dem Kopf, sich verbergend unter den Stoff-Rollen
des Ateliers, oder weiter vordrängend und dann sich wieder zurückwendend auf eine Weg, der hin zu einem Gebäude führt.
Keine weitere Erklärung hierzu als die, etwas sehr Besonderes zu sein. Sie bleibt unter ihrem Tischtuch, einer Art riesigen Sombreros,
mit oder ohne Augenlöcher oder zwei befremdlichen Plastikrohren. Sie kleidet sich damit in eine extravagante Haut,
was auch immer ihre Haltungen seien, die Orte, die Umstände im Atelier, im Gebirge, im Inneren wie im Äußeren.
Unter der offensichtlich glücklichen Verrücktheit, der Wucht der Ortswechsel, findet nur sie nicht das Andere;
alleine, zieht sie sich auf sich selbst zurück. Simone D.